Markisen

Wir Menschen brauchen Sonne und Tageslicht. Deshalb wollen wir mit schönen großen Fenstern viel Licht in unsere Häuser bringen. Aber manchmal stört die Sonne auch - Dann wenn Sie uns beim Fernsehen oder bei der Arbeit blendet oder wenn wir im Hochsommer mittags nach einem kühlen Plätzchen suchen.

Zum Schutz vor zuviel Sonne gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten. Je nach Ausführung leiten sie indirektes Tageslicht bis tief in den Raum. Sie schirmen gegen neugierige Blicke von außen ab, lassen aber den Ausblick nach draußen zu. Innen oder außen angebracht, setzen sie deutliche Akzente bei der Gestaltung von Fenstern und Fassaden. Kassetten-, Gelenkarm- und Scherenarm-Markisen eignen sich auch zur Beschattung von Sitzplätzen im Freien.

Definition:

Eine Markise ist eine Vorrichtung, mit der eine Öffnung oder eine Fläche durch einen aufrollbaren, faltbaren oder feststehenden Behang gegen Sonneneinstrahlung geschützt werden kann. Dementsprechend werden sie als Roll-, Falt- oder Festmarkisen bezeichnet.

Rollmarkisen unterscheiden sich von Außenrollos dadurch, dass der Behang im allgemeinen mit einem bestimmten Neigungswinkel über der zu schützenden Fläche angeordnet ist. Rollmarkisen unterscheidet man nach ihrer Konstruktion in:

Fallarm-Markise 

Die Fallarm-Markise ist universell einsetzbar. Die Bespannung wird durch das Ausklappen der seitlich angebrachten Fallarme gespannt. Sie ist für den Balkon und die Loggia sowie die Verschattung ganzer Fassaden gleichermaßen geeignet (z.B. Büro- und Verwaltungsgebäude, Schulen, Krankenhäuser und Altersheime).

Durch ihr ansprechendes Design passt sie sich optimal an jede Fassade an, vielfach wird sie auch als Gestaltungselement eingesetzt.

Gelenkarm-Markise 

Mit einer Gelenkarm-Markise lassen sich selbst große Terrassen problemlos verschatten. Dabei ist der Raumanspruch des Systems eher gering.

Die tragenden Arme dieser Konstruktion legen sich beim Einrollen der Markise gelenkartig zusammen. Der Neigungswinkel dieses attraktiven Sonnendachs lässt sich jedem Sonnenstand anpassen - von waagrecht bis fast senkrecht.

Zahlreiche weitere Markisenvarianten sind möglich, bis hin zur "Markise an der Markise", bei der beide Einzelmarkisen getrennt bedient werden können.

 

Kassetten-Markise

Technisch und funktionell gesehen ist diese Markisenart eine Gelenkarm-Markise. Der markante Unterschied ist die Kassette, in der die gesamte Markise, Technik und Stoff untergebracht sind. Die Kassette schützt die Markise rundherum.

Je nach Bauweise gibt es die Markise mit eckiger, abgerundeter oder ovaler Kassette, mit Volant drinnen oder draußen, mit oder ohne Volantrollo.

 

Scherenarm-Markise 

Mit einer Scherenarm-Markise ist ein besonders großer Ausfall möglich - also über eine sehr große, vom Mauerwerk aus frei tragend überspannte Fläche. Mehrere mit zusätzlichen Leitrohrstützen versehene, verstärkte Scherenarme machen sogar einen Einsatz als Regenschutz möglich.

Die besonderen Einsatzgebiete dieser Markisen sind Hotel-, Restaurant- und Caféhaus-Terrassen.

 

 

Markisolette 

Sie ist eng mit der Fallarm-Markise verwandt. Während die Fallarmmarkise komplett ausgestellt wird bleibt bei der Markisolette der obere Teil der Bespannung senkrecht, parallel zum Fenster, nur der untere Teil ist ausstellbar

 

Senkrecht-Markise

Die Senkrecht-Markise unterscheidet sich von der Fallarm-Markise durch den fehlenden ausklappbaren Fallarm. Wird sie heruntergefahren, läuft das Markisentuch in einer seitlichen Spanndraht-Führung oder in Führungsschienen parallel zum Fenster nach unten. Für die notwendige Spannung sorgt das Fallrohr mit seinem Eigengewicht.

 

Fassaden-Markise 

 

Wenn es bei größeren Gebäuden gilt, ganze Fassaden zu verschatten, ist die Fassaden-Markise genau das richtige. Sie läuft in ihren Führungsschienen perfekt vor senkrechten und schrägen Fensterflächen. Das macht sie für moderne Architektur besonders interessant.

 

Korb-Markise

Eine Markisenart, die durch ihre Formenvielfalt besticht, ist die Korb-Markise. Sie ist vor allem bei Einzelhandelsgeschäften, vornehmlich Boutiquen, als Werbeträger und Blickfang weit verbreitet. Doch auch bei Wohnhauseigentümern findet sie immer mehr Freunde. Ob mit verstellbarem Korb, ob mit Textil- oder Lackfolienbespannung - eine Korb-Markise ist immer attraktiv.

 

Wintergarten-Markise 

 

Speziell für den Einsatz an Glasvorbauten aller Art wurde die Wintergarten-Markise entwickelt. Sie läuft in Führungsschienen und verfügt über ein Gegenzug-System, das dafür sorgt, dass das Markisentuch immer gespannt bleibt. Auch bei waagrechtem und kombiniertem waagrecht-senkrechten Verlauf. Bei ausreichender Dachschräge ist der Einsatz einer Schlitten-Markise ohne Gegenzug möglich. Sie läuft ebenfalls in Führungsschienen und nutzt ihr Eigengewicht zum Herunterfahren.